
DER SOHN
ab 24. Oktober 2026 auf Tour!
Nicolas ist 17 und kein fröhliches, unbeschwertes Kind mehr. Alles um ihn herum ist zu viel für ihn. Erwachsenwerden, das Abschlussjahr im Gymnasium, die Trennung der Eltern und die neue Familie des Vaters. Er schwänzt die Schule und ist aggressiv. Was passiert nur mit ihm? Auf eigenen Wunsch zieht er von seiner überforderten Mutter zu seinem Vater Pierre und dessen neuer Frau. Pierre fühlt sich schuldig und versucht alles, um seinem Sohn zu helfen. Der Umzug soll wieder Ordnung in das Gemüt des Sohnes bringen und ihm die Lebenslust zurückgeben. Doch ein missglückter Suizidversuch zeigt, dass Nicolas’ Probleme ernster sind als angenommen. Pierre ist verzweifelt, dennoch entschließt er sich, keine professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wird seine Liebe reichen, um den Sohn vor sich selbst zu retten?
Psychische Belastungen gehören zu den am stärksten wachsenden Herausforderungen bei Jugendlichen. Etwa 6 Prozent sind von Depressionen betroffen – häufig zeigen sich Krisen in der Übergangsphase zum Erwachsenwerden jedoch komplex: mit innerer Zerrissenheit, Rückzug oder Aggression, Orientie-rungslosigkeit und emotionaler Überforderung. Verstärkt werden sie durch sozialen Vergleich, Leistungsdruck und die Folgen der Corona-Pandemie. Suizid ist inzwischen die häufigste Todesursache bei jungen Menschen. Bleiben Unterstützung und Hilfe aus, können Entwicklung, soziale Beziehungen und schulische Leistungen erheblich beeinträchtigt werden. Der Sohn von Florian Zeller macht diese Realität berührend erfahrbar und eröffnet einen wichtigen Dialog über psychische Gesundheit junger Menschen.
Wir unterstützen Freunde fürs Leben e.V.
Freunde fürs Leben informieren über Depression und Suizid, um Warnsignale zu erkennen und Hilferufe besser deuten zu können. Sie achten auf Ihr Umfeld – im Freundeskreis, der Familie und bei der Arbeit. Wenn nötig, sprechen sie sensible Themen an, weil sie wissen, dass und wo Hilfe verfügbar ist. Sie reden darüber.
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Der Autor
Der 1979 in Paris geborene Romancier, Dramatiker und Filmemacher Florian Zeller ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Autoren Frankreichs. Bereits 2004 wurde er mit dem "Prix Interallié", dem wichtigsten Literaturpreis Frankreichs ausgezeichnet. The Times nannte ihn 2019 'einen der aufregendsten zeitgenössischen Autoren'. Im November 2025 wurde er in die traditionsreiche Académie Française aufgenommen. Zeller hat mehr als zehn Theaterstücke geschrieben, die in über 45 Ländern gespielt wurden. Seine Stücke – insbesondere die Trilogie "Vater", "Die Mutter", "Der Sohn" – wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, u.a. Olivier Awards (UK), Tonys (USA).
Sein erstes Theaterstück "Der Andere" erschien 2004 in Paris und wurde zu einem Überraschungserfolg. Für sein drittes Stück "Wenn du tot wärst" erhielt Zeller den 'Prix jeune théâtre de l’Académie française'. Die Uraufführung der Komödie "Die Wahrheit" fand im Pariser Théâtre Montparnasse statt. Die deutschsprachige Erstaufführung erfolgte 2011 fulminant am St. Pauli Theater Hamburg und wurde in der Folge von über 50 deutschsprachigen Bühnen nachgespielt.
Zellers erfolgreichstes Stück, "Der Vater", wurde 2014 mit dem Prix Molière ausgezeichnet und feierte seinen Triumphzug an Bühnen in Europa (u.a. London West End), am Broadway in New York, sowie weltweit. The Times wählte es zum 'besten Stück des letzten Jahrzehnts'. 2020 erschien "Der Vater" als Kinofilm, das Drehbuch schrieb Florian Zeller zusammen mit Christopher Hampton und gewann dafür den Oscar in der Kategorie beste Drehbuch-Adaption. Zeller führte ebenfalls Regie, die Hauptrollen spielen Anthony Hopkins und Olivia Coleman. Sein Theaterstück "Der Sohn" verfilmte Florian Zeller 2022 mit Hugh Jackman und Laura Dern in den Hauptrollen.

Florian Zeller
Autor
Der Regisseur
Holger Hauer gehört seit vielen Jahren zu den renommierten Regisseuren und Darstellern der deutschen Theaterlandschaft. In über dreißig Produktionen, darunter zahlreiche Ur- und deutschsprachige Erstaufführungen, führte er Regie. Zu seinen Inszenierungen zählen unter anderem "La Cage Aux Folles", "Pardon My English", "Passion", "The Black Rider", "My Fair Lady" und "Der Mann, der Sherlock Holmes war". Er inszenierte zudem "Der Medicus" in Fulda sowie am Berliner Schlossparktheater das Stück "Doris Day" mit Angelika Milster.
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Für seine Regiearbeit an "Der Medicus" wurde er 2016 für den Deutschen Musical Theater Preis in der Kategorie 'Beste Regie' nominiert. Eine weitere Nominierung erhielt er im darauffolgenden Jahr für seine Inszenierung von "Vom Fischer und seiner Frau" bei den Grimmfestspielen Hanau.
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Auch als Darsteller war er in zahlreichen Hauptrollen zu sehen, darunter Albin/Zaza in "La Cage Aux Folles", der Teufel in "The Black Rider", Judas in "Jesus Christ Superstar", Frank-N-Furter in "The Rocky Horror Show", Professor Higgins in "My Fair Lady" sowie Gomez Addams in "The Addams Family".
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Neben seiner Arbeit für das Theater ist Hauer auch vor der Fernsehkamera aktiv und seit vielen Jahren als Übersetzer erfolgreicher Musicals tätig. Darüber hinaus ist er Autor von drei eigenen Musicals: "Meine Herren und Damen: Marie!", "Christo – Die Rockoper" sowie "Fletsch – Saturday Bite Fever".
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Zuletzt stand er als Prof. Fassbender in KU’DAMM 56 am Berliner Theater des Westens und als Ebenezer Scrooge im Musical "Eine Weihnachtsgeschichte" im BlueMax Theater Berlin auf der Bühne.

Holger Hauer
Regisseur
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